Sommerfest der Sächsischen Falkner 2019

 

Sommerfest der Sächsischen Falkner 2019

 

Am 14.06. trafen sich die Falkner Sachsens zu ihrem Sommerfest, das diesmal in Moritzburg stattfand. Hier wohnt unser ältestes Mitglied, Dieter Zenker. Das heiße Wetter hielt ihn und sicher auch andere davon ab, daran teil zunehmen. Aber seine Frau Moni half uns mit ihrer Ortskenntnis aus.

 

Zunächst stand eine Kremserfahrt auf dem Programm. Glücklicherweise führte sie fast nur in angenehmer Kühle durch den Wald. Am Fasanenschlösschen machten wir Halt. Dicht daneben liegt ein Leuchtturm und wir erfuhren, was er dort zu suchen hat: Kurfürst Friedrich August I. begeisterte der lebhafte Bericht des russischen Grafen Orlow vom Sieg seiner Flotte über die Türken in der Seeschlacht von Çeşme im Jahre 1770. Typisch für diese Zeit waren prunkvolle höfische Spiele. Also ließ er Mole, Leuchtturm und Hafen errichten und mehrfach eben diese Schlacht nachspielen. Etwas weiter entfernt entstand sogar die Ruine einer der Festungen der Dardanellen. Zwei Schiffe mit als Russen und Türken verkleideten sächsischen Soldaten schossen mit Kanonen ohne Kugeln, aber mit viel Lärm und Pulverdampf gegeneinander. Ob das wirklich alles so stimmt ist schwer zu glauben. Aber die als Ruine erbaut Festung  ist noch zu sehen. Freilich ist das Wasser heute zu flach für Schiffe. Dafür wassern hier zahlreiche Graugänse, einige mit schon flüggen Jungvögeln und lassen sich von den Gästen füttern.

 

In der legendären "Churfürstlichen Waldschänke" aßen wir zu Mittag. Dabei war ausreichend Gelegenheit für falknerischen Gesprächsstoff. Das Ehepaar Siegert von der Greifvogelwarte Oberlausitz erzählte, wie ihre Vögel zu ihren Namen kamen. Eine Waldohreule hieß zufällig Traudel, wie meine Frau. Zum Abschluss fuhren wir nach Hellerau, die im Jahre 1909 als erste deutsche Gartenstadt gegründet worden war. Beeindruckend war ein kleiner Rundgang mit den gut restaurierten Wohnhäusern und Villen, die einheitlich um die "Deutschen Werkstätten Hellerau" unter dem großen Reformgedanken entstanden. Nach einer Kaffeepause am Markt suchten wir noch das Festspielhaus auf, das auch heute noch ein Zentrum der Künste ist. 

 

Sicher war es für alle Teilnehmer ein interessanter Tag. Dank dem Organisator Andreas Bednarek. Übrigens hat sein Sohn Antony das Foto gemacht, weil ich gern selbst mit drauf sein wollte.

 

Klaus Richter
Schriftführer DFO-LV Sachsen

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