Herbsttagung des DFO-Landesverbandes Sachsen 2015

 
Am 06.11.2015 trafen sich Sachsens Falkner am Schloss Machern bei Leipzig zu ihrer Herbsttagung mit Beizjagd. Angereist waren 18 Falkner mit 3 Habichten, einem Habichtsterzel, einem Steinadler, drei Wanderfalken, zwei Sakerfalken und sieben Harris-Hawks. Besonders herzlich begrüßt wurde Gert Dittrich als Präsident des Landesjagdverbandes Sachsen. Zunächst legte unser Schatzmeister Heike Jäkel den Kassenbericht in einer Kurzfassung vor. Der ausführliche Bericht kommt dann zur Frühjahrstagung 2016, da bis dahin noch finanzielle Bewegungen zu erwarten sind. Unser Schatzmeister macht seine Sache sehr gut und natürlich haben wir als Ergebnis schwarze Zahlen.
 
Da für den morgigen Tag noch Falkner erwartet werden, ergeben sich Probleme hinsichtlich geeigneter Reviere. Einer der Pächter, die uns ihr Revier sonst zur Verfügung stellten, ist verstorben. Außerdem wurden Pachtflächen als Eigenjagdbezirke verkauft und zudem sind einige Flächen durch Aufforstungen nicht mehr für die Beizjagd geeignet. Leo Kindermann, der in Leipzig wohnt und in Leipzig-Schönau einen Begehungsschein hat, bot sein Revier für uns Falkner an.
 
Als neues Mitglied wurde einstimmig Andreas Bednarek aufgenommen. Andreas wohnt im äußersten Osten von Sachsen, hat die Falknerprüfung bereits abgelegt und will sich im nächsten Jahr einen Harris aufstellen.
 
Anschließend wurden die DFO-Kalender für 2016 verkauft. Das Niveau der Fotos ist recht hoch. Besonders eindrucksvoll war das Foto eines Sperbers auf einer Distelstaude von D. Nill.
 
Am nächsten Morgen wurde gegen 9 Uhr zum Sammeln geblasen. Es waren noch ein paar in der Nähe wohnende Falkner dazu gekommen. Das Wetter war besser, als man nach dem Wetterbericht erwarten konnte. In der Nacht hatte es auch ausgiebig geregnet, aber am Morgen klarte es auf und es blies ein leichter Wind, genau wie man ihn braucht, damit die Vögel gut fliegen. Ich ging mit drei Harris und zwei Sakerfalken mit nach Leipzig-Schönau zum Revier von Leo. Er hatte hier erst kürzlich mit seinem Harris Erfolg auf Hase und Fasan gehabt und wir waren recht optimistisch, zumal das Gelände einen guten Eindruck machte. Es handelte sich um ein ehemaliges Tagebaugebiet. Hier waren richtige Berge aus dem Abraum der Braunkohle entstanden und man hatte von oben einen guten Rundblick auf das Geschehen. Wir hatten einen Kleinen Münsterländer und einen Deutsch-Langhaar zur Verfügung und beide Hunde suchten gut. Leider waren des schönen Wetters wegen viele Spaziergänger unterwegs, die meisten mit frei laufenden Hunden. Da hatte sich wohl das wenige Wild in die dichten Brombeerhecken verzogen. Wir hatten nicht eine wirkliche Chance und fehlende Losung oder Gestüber wiesen auch nicht gerade auf reichlichen Wildbestand hin. Deshalb wurde die Jagd recht bald abgebrochen und da es schon Mittag war ein Feuer entfacht. Klaus Bischoff hatte wie immer alles dazu Erforderliche mit und bald prasselte ein kleines Feuer, an dem wir unsere Würstchen heiß machen konnten.
 
Gert Hagendorf und Dieter Zenker flogen ihre Falken auf das Federspiel und hatten zahlreiche Zaungäste. Übers Handy nahmen wir Kontakt zu einer anderen Truppe auf und trafen uns am Zwenkauer See. Hier gab es noch mal Kaffee und Kuchen und gestärkt versuchten wir noch mal unser Glück. Auf dem Wasser sahen wir einen Trupp Schellenten, einige Kormorane und in der Luft ziehende Gänse und ein paar Limicolen. Wild wurde leider auch hier nicht hoch.
 
18 Uhr trafen wir uns wieder am Schloss zum Strecke legen. Es lagen immerhin 13 Schwarzkittel auf der Strecke. Robby hatte mit seinem Harris sieben Rabenkrähen gebeizt. Sein Wanderfalke war noch nicht so gut beflogen wie sonst, hatte aber auch tolle Flüge gezeigt. Meik Schulz mit seinem Habichtsterzel  konnte ebenfalls drei Krähen zur Strecke legen und vermeldete, dass es fast mit einer Gans geklappt hätte.
 
So wurde "Flugwild tot" und "Halali" geblasen uns man ging zur weiteren Tagesordnung über. Hartwig Gabriel, der wie immer für die Organisation verantwortlich war, hatte ein Schießkino vorgesehen, das leider ausfiel. So wurde daraus ein Schießen auf die Scheibe mit dem Luftdruckgewehr. Sieger wurde unser Vorsitzender, Frank Börner und es gab auch für Schlechterplatzierte wertvolle Preise. Das Buffet war reichhaltig und schmeckte ausgezeichnet, weshalb ihm alle kräftig zusprachen.
 
Ich selber gab noch einige Jagdsignale mit dem Parforcehorn zum Besten, womit der Abend ausklang.
 
Klaus Richter, Schriftführer DFO-LV Sachsen

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